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Aktuelles

Trotz positiver Erfahrung soll muslimische Seelsorge im Bundesasylzentrum Juch in Zürich beendet werden

Der Interreligiöse Runde Tisch im Kanton Zürich nimmt die überaus positiven Resultate des Pilotprojekts «Muslimische Seelsorge im
Bundesasylzentrum Juch» erfreut zur Kenntnis. Der Runde Tisch fühlt sich dank dieser guten Erfahrung bestätigt, hatte er doch im Jahr 2013 beim Bundesamt für Migration die interreligiöse Erweiterung der Seelsorge angeregt und das Projekt im Bundesasylzentrum Juch intensiv begleitet.

Andererseits bedauert der Runde Tisch aber zutiefst, dass dieses von allen Beteiligten als positiv bewertete Projekt vor allem aus finanziellen Gründen auf Ende Juni beendet wird. Die Vertreter des Runden Tisches hätten es begrüsst, wenn zumindest für das Bundeszentrum in Zürich Mittel und Wege gesucht worden wären, die muslimische Seelsorge im Juch auch künftig zu ermöglichen.

Der Interreligiöse Runde Tisch ist auch in Zukunft bereit, die Bundesbehörden bei der Erarbeitung der nötigen Finanzierungsgrundlagen
und bei der fachlichen Aus- und Weiterbildung für muslimische Seelsorgerinnen und Seelsorger zu unterstützen.

Für den Interreligiösen Runden Tisch im Kanton Zürich

Dr. Benno Schnüriger, Präsident

Kontakt
Simon Spengler, Leiter Kommunikation Synodalrat
079 667 27 75, info@zhkath.ch

Medienmitteilung vom 16. Februar 2018

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Schweizerische Stellungnahmen zu den beiden Terroranschlägen in Paris

Grundsätzliches zur Meinungs- und Pressefreiheit

Schon beim Karikaturenstreit 2006 hat der Interreligiöse Runde Tisch darauf hingewiesen, dass die Meinungs- und Pressefreiheit ein Menschenrecht (siehe: Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte) und ein Grundpfeiler demokratischer Gesellschaften ist. Daran ist dezidiert festzuhalten.
 
Aber: Die Meinungs- und Pressefreiheit ist (wie auch die Religionsfreiheit) kein absolutes Recht. In der Schweiz sind der Meinungs- und Pressefreiheit u.a. durch das Antirassismusgesetz Grenzen gesetzt. Diese Grenzziehung ist wichtig.

Wörtlich schrieb der Runde Tisch damals:

„Die Pressefreiheit darf nie so weit gehen, dass durch Artikel, Bilder oder Sendungen die Würde von Menschen verletzt wird. Rassistische, antisemitische oder in anderer Weise erniedrigende Äusserungen sind zu Recht verboten. Wir sind der Meinung, dass Äusserungen, die religiöse Gefühle von Menschen verletzen, zu unterlassen sind.

Zur freien Meinungsäusserung gehört auch die Freiheit, durch Karikaturen einen Sachverhalt oder ein Ereignis auf überspitzte Weise darzustellen oder zu kritisieren. Aber auch diese Freiheit muss ihre Grenzen haben. Bilder und Karikaturen dürfen von keiner Seite als ideologische Kampfmittel eingesetzt werden. Bilder, die stereotype Vorurteile schaffen, begünstigen oder verfestigen, lehnen wir ab.


Den ganzen Wortlaut hier