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Der Interreligiöse Runde Tisch begrüsst das Pilotprojekt „Muslimische Seelsorge“.

Wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am 4. Juli bekannt gab, wurde am 1. Juli im Bundesasylzentrum Juch ein Pilotversuch mit drei muslimischen Seelsorgenden - eine Frau und zwei Männer - gestartet.

Der Interreligiöse Runde Tisch begrüsst dieses Projekt sehr, hatte er doch 2013 beim Bundesamt für Migration eine interreligiöse Erweiterung der Seelsorge angeregt. Wörtlich heisst es im damaligen Schreiben: „Die Seelsorgedienste wurden in den bisherigen Empfangszentren ausschliesslich von den Kirchen getragen, finanziert und angeboten. Aufgrund der sehr unterschiedlichen, meist nichtchristlichen Religionszugehörigkeit der Asylsuchenden meinen wir, dass es an der Zeit ist, die Seelsorge verstärkt interreligiös zu konzipieren.“

Der Interreligiöse Runde Tisch dankt dem Staatssekretariat für Migration, dass es nun nach sorgfältigen Abklärungen ein entsprechendes Pilotprojekt durchführt und dieses durch das Schweizerische Zentrum für Islam und Gesellschaft der Universität Freiburg begleiten und auswerten lässt.

Die Vereinigung Islamischer Organisationen Zürich VIOZ übernimmt mit ihrer Seelsorgetätigkeit im Testzentrum Juch gesellschaftliche Verantwortung. Zusammen mit den beiden Seelsorgern der reformierten und der katholischen Kirche bilden die beauftragten muslimischen Seelsorgenden im Asylzentrum ein interreligiöses Team. Sie begleiten die Asylsuchenden, die oft tragische Lebensläufe aufweisen und im Asylverfahren in der Spannung zwischen Ängsten und Hoffnungen leben müssen.

Das Projekt hat innovativen Charakter und generiert für die interreligiöse Zusammenarbeit wichtige Erfahrungen, die auch in anderen Bereichen institutionalisierter Seelsorge genutzt werden können. Insbesondere verspricht sich der Interreligiöse Runde Tisch, dass das Pilotprojekt in ein überzeugendes interreligiöses Seelsorgekonzept mündet, das in sämtlichen Asylzentren des Bundes zur Einführung gelangt.

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